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Baustelle des BBI-Terminals / Quelle dpa
07.05.2010

Terminal-Richtfest am BBI Eröffnung im Oktober 2011

 
Auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens BBI ist am Freitag Richtfest für das Terminal gefeiert worden. Damit steht nun der Innenausbau des Gebäudes an. Die Eröffnung soll planmäßig im Oktober 2011 erfolgen.
 

Auf der Großbaustelle des künftigen Hauptstadtflughafens BBI ist am Freitag Richtfest am Terminal gefeiert worden. Am Haken eines großen Krans stieg eine mit Bändern geschmückte Flugzeugnachbildung als Richtkrone über dem Rohbau empor. Unter den rund 1500 Bauarbeitern und Gästen aus Politik und Wirtschaft waren Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD).

Berlin erhalte mit dem neuen Willy-Brandt-Flughafen «eine bessere Anbindung an die Metropolen der Welt», sagte Wowereit auf dem Festakt. Der BBI werde zum wichtigen «Standortfaktor zukunftsorientierter Dienstleistungen der deutschen Hauptstadt». Trotz des harten Winters befinde sich das Projekt im Kosten- und Zeitplan.

Platzeck zeigte sich davon überzeugt, dass beim neuen Airport die Weichen schon heute richtig gestellt worden sind. Der BBI sei auf Wachstum eingestellt. «Das ist unser Ticket in die Zukunft.»

Lufthansa stark umworben

Beim Richtfest trommelten der Bund und die beiden Länder als Bauherren am Freitag kräftig für die baldige Nummer drei der deutschen Flughäfen. Der neue Airport werde «Deutschlands Tor zum Osten» sein, sagte Platzeck. «Man ist aus Peking und Moskau eine Stunde früher in Deutschland, wenn man hier landet, als wenn man in Frankfurt landet.»

Umworben fühlen durfte sich damit speziell Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber, der zum Mitfeiern auf die Baustelle gekommen war. «Liebe kann auch teilbar sein», warb Platzeck mit Blick auf die bisherigen Lufthansa-Drehkreuze am größten deutschen Flughafen in Frankfurt (50,9 Millionen Passagiere) und in München (32,7 Millionen Reisende.)

«Wir haben hier einiges vor», versicherte Mayrhuber. «Wir werden auch hier wachsen und das rausholen, was wir aus der Region für unsere Kunden rausholen können.» Er wolle aber «keine zu frühen Versprechungen» machen. Bisher sieht der deutsche Branchenprimus noch nicht, dass es genug Geschäftsreisende in die Stadt zieht, um direkte Langstreckenverbindungen aufzunehmen.

Schon zur Offensive geblasen hat dagegen Joachim Hunold, der neben Mayrhuber dem Richtspruch von Bauingenieur Frank Köhn lauschte. Just am Vortag hatte der Chef der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin drei weitere Interkontinentalverbindungen von seiner Heimatbasis angekündigt.

Innenausbau des Terminals

Im Anschluss an das Richtfest beginnen die Innenausbauten am BBI-Terminal. Über zwei Etagen wird bereits seit Februar eine Gepäckförderanlage - das Herzstück des Terminals - installiert. Ab Mai nächsten Jahres soll ein Testlauf mit Tausenden Komparsen beginnen, damit zur geplanten BBI-Eröffnung Ende Oktober die Passagierabfertigung reibungslos funktioniert. Außerdem werden insgesamt 150 Geschäfte, Restaurants und Imbisse sowie Autovermietungen und Reisebüros eingerichtet.

Die Terminalhalle mit einem unterirdischen Bahnhof ist 220 Meter lang, 180 Meter breit und 32 Meter hoch. In die Maschinen kommen die Reisenden über einen u-förmigen Abfertigungskomplex. An ein 715 Meter langes Hauptpier mit 16 Fluggastbrücken schließen sich zwei je 350 Meter lange Gebäudeteile an. Das südliche hat neun weitere Brücken, das nördliche zwölf Flugzeug-Positionen, zu denen die Reisenden zu Fuß gehen. Diese sind für Billigflieger vorgesehen.

Die Baukosten des BBI werden auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro beziffert. Davon wurden inzwischen 1,8 Milliarden Euro ausgegeben. 62 Prozent der Auftragssumme ging an Unternehmen aus der Region. Politik und Wirtschaft rechnen damit, dass durch den Flughafenbau insgesamt 40.000 Arbeitsplätze entstehen.

Am Samstag (8. Mai) von 10.00 bis 19.00 Uhr und Sonntag (9. Mai) von 10.00 bis 18.00 Uhr kann sich die Bevölkerung am BBI-Infotower über die Baufortschritte informieren. Rund um den Infotower wird es ein Fest geben mit Bühnenprogramm und Imbissständen. Außerdem werden gegen Entgelt Baustellentouren und Hubschrauberrundflüge geboten.

Der Flughafen soll im Oktober 2011 eröffnet werden. Er ist auf eine Anfangskapazität von 25 Millionen Passagieren pro Jahr ausgelegt und kann bis auf 45 Millionen erweitert werden.

Quelle: www.airliners.de

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