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Grafik: pure rendering GmbH
01.05.2010

FLUGHAFEN: Jetzt wird Leben eingehaucht

 
Auf dem 220 Meter langen Terminal sitzt ein 10 000 Tonnen schweres Dach – nun geht der Innenausbau voran
 

SCHÖNEFELD – Wenigstens an einer Stelle hat es der über Bohlen und Betonkanten steigende Baustellenbesucher komfortabler, als der Fluggast der Zukunft. Das Areal der Sicherheitskontrollen hat er in wenigen Sekunden durchschritten, braucht weder Uhr noch Gürtel abzulegen.

Trocken ist es auch, denn das letzte Stück Dach ist inzwischen eingesetzt. Auf 35 Stahlträgern ruht eine Last von 10 000 Tonnen. Nur an windstillen Tagen war es möglich, die massiven Segmente millimetergenau zu dirigieren.

"Es ist hohe Architekturkunst, die sich hier im Terminal widerspiegelt", sagt Flughafen-Sprecher Leif Erichsen. Filigran soll die Fassade wirken, wenig Stahl, viel Glas aufweisen. "Das Gebäude wird unglaublich transparent", schwärmt er. Niemand solle sich in engen dunklen Gängen verirren. "Jeder kann jederzeit wissen, wo er steht und wo es weitergeht."

Für alle heutzutage erforderlichen Sicherheitsanlagen wurden Vorkehrungen getroffen. "Da haben wir es besser als andere Flughäfen, die jahrelang am offenen Herzen nachoperiert werden mussten", freut sich Erichsen. Hinter den 18 Sicherheits-Checks erreicht der Reisende den Ort, an dem er möglichst viel Geld ausgeben soll – die zollfreie Einkaufszone.

Läden gibt es auch zuhauf im Zwischengeschoss des Bahnhofs, der direkt unter dem Empfangsgebäude angesiedelt ist. Von den Bahnsteigen führen Lifts über die Ankunfts- bis zur Abflugebene.

Den 220 Meter langen Komplex mit drei Piers und 25 Fluggastbrücken haben allein in der Abteilung Bau der Flughafengesellschaft 90 Planer, Architekten und Ingenieure ersonnen und umgesetzt. Zu ihnen gehören Spezialisten, die bei der Brücke über den Großen Belt in Dänemark oder bei Airports in aller Welt dabei waren.

110 Abfertigungsschalter soll es geben. Auch wenn immer mehr Fluggesellschaften die Buchung dem Passagier übertragen – die Koffer müssen sie schon noch entgegennehmen. Sortiert werden sie dann von Maschinen, die insgesamt 15 000 Gepäckstücke pro Stunde schaffen. Während vor wenigen Wochen dort noch alles kahl und leer war, sind die Transportbänder jetzt montiert.

Am Ende des Rundgangs beneidet der Besucher die, die ihm ab Oktober 2011 folgen. Denn der Cocktail, bei dem die Erste-Klasse-Gäste entspannt das Fluggeschehen von oben betrachten können, wird heute noch nicht gemixt.

Klappt es denn mit dem ehrgeizigen Eröffnungstermin? "Ja, wir liegen gut im Plan", antwortet Sprecher Erichsen. "Der Winter war zwar hart, aber wir haben ihn für den Innenausbau genutzt." Eine riesige Heizkanüle kam dafür in das Betongerippe.

"Im vergangenen Jahr wuchs der Bau aus dem Boden und bekam ein Gesicht", bringt es Erichsen auf einen Nenner. "In diesem Jahr hauchen wir ihm Leben ein." (Von Klaus Bischoff)

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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