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16.11.2010

PRESSEGESPRÄCH: BBU-MARKTMONITOR 2010

 
Wohnungsmärkte: Neubau in Berlin, Abriss in Brandenburg?

Berlin und Potsdam – Mit seiner breiten Datenbasis liefert der BBU-Marktmonitor 2010 ein genaues Bild der Wohnungsmarktrealität für breite Schichten der Berliner und Brandenburger Bevölkerung. Die wichtigsten Trends: Während es auf dem Berliner Mietwohnungsmarkt enger wird, könnten im weiteren Metropolenraum des Landes Brandenburg 2015 rund 130.000 Wohnungen leer stehen.

Gut 800.000 Mietvertragsverhältnisse in Berlin und dem Land Brandenburg wurden für den neuen Marktmonitor ausgewertet. „Sein solides statistisches Fundament macht den Marktmonitor zu einer wichtigen Grundlage für wohnungswirtschaftliche und wohnungspolitische Entscheidungen“, so BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern.

Wohnungsmarkt Berlin: 2015 weniger als ein Prozent Leerstand?

Wachsende Haushaltszahlen, kaum Neubau: Bis 2015 könnte die Leerstandsreserve in Berlin auf nur noch 3.000 Wohnungen sinken. Ende 2009 standen allein bei den BBU-Mitgliedsunternehmen hier noch rund 22.000 Wohnungen leer. Kern: „Berlin ist auf dem Weg zu einem Angebotsproblem. Vor diesem Hintergrund müssten sich auch die Parteien hier längst Gedanken darüber machen, wie der Wohnungsneubau in Gang gebracht werden kann. Das kann nur zusammen mit den Wohnungsunternehmen gelingen.“

Mieten Berlin: Keine Zusammenhänge zwischen Leerstand und Bestandsmietensteigerung

Der Rückgang des Leerstandes ist in Berlin kein Mietentreiber. Trotz wachsender Wohnungsnachfrage stieg die Miete im Gesamtwohnungsbestand der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen 2009 nur um 1,9 Prozent auf 4,79 Euro pro Monat und Quadratmeter. 2008 lag der Anstieg noch bei 2,8 Prozent. Bei Neuvertragsabschlüssen liegen die Mieten bei BBU-Mitgliedsunternehmen mit 5,26 Euro nur rund neun Prozent über dem Mietspiegeldurchschnitt (4,83 €). „Das ist weit von den 30 und mehr Prozent entfernt, die als Argument für eine Politisierung der Mieten immer wieder angeführt werden“, unterstrich Kern. Mit Mieten unterhalb des Mietspiegels wirkten die BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin preisdämpfend.

Land Brandenburg: Schwache Mietenentwicklung gefährdet Investitionen

Bei der Mietenentwicklung im Land Brandenburg setzt sich bei den Mieten die Ausdifferenzierung zwischen Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum fort. Kern: „Gerade in den Berlin ferneren Städten sind die Wohnungsunternehmen sehr wichtige Arbeit- und Auftraggeber. Eine schwache Mietenentwicklung schwächt deshalb dort auch die Wirtschaft vor Ort.“ Die Landesregierung sollte gutes und günstiges Wohnen daher verstärkt als Argument für die Werbung um Firmenneuansiedlungen nutzen.

Prognose Brandenburg: 2015 ca. 130.000 leere Wohnungen?

Auf Brandenburgs Städte rollt eine zweite Leerstandswelle zu. 2015 wird auf Grundlage der vom GEWOS-Institut für den Marktmonitor erstellten Wohnungsmarktprognose mit landesweit rund 130.000 leerstehenden Wohnungen gerechnet. Vor diesem Hintergrund kritisierte Kern die für 2011 von der Bundesregierung geplanten Kürzungen beim Stadtumbau Ost-Programm. Ihre Forderung: „Die Landesregierung muss jetzt jeden Cent Bundesförderung kofinanzieren.“ Dringend erforderlich sei außerdem eine Anschlussregelung für die Altschuldenhilfe.

Quelle: Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.

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